Wanderung: Lübeck - Hamburg - Oyten Teil 2

Von Lübeck nach Reinfeld

Unsere ersten zwei Wandertage sind vorbei und wir haben schon unsere ersten beiden Lektionen gelernt.
1. Mehr Brot
2. Mehr Pausen
Aber Stück für Stück. Am Mittwoch haben wir es tatsächlich geschafft früh um 7 Uhr aufzustehen.

Als der Wecker klingelte, waren alle froh vom harten Boden aufzustehen. Manche waren außerdem schon etwas langer wach, weil Vivis Wecker um 5.30 Uhr "Sorry" von Justin Biber spielte. :-/
Nachdem wir zusammengepackt, gefrühstückt und geputzt hatten, kam um kurz vor 9 Uhr die nette Pastorin Frau Oldendorf zu uns. Sie gab uns unseren ersten Stempel in unseren Pulgerpass und sagte noch ein paar nette Worte. Nun ging es also los auf unsere erste Etappe. Nach der ersten Stunde die erste kleine Verletzung. Celina hatte sich hinten beim Fuß die Haut aufgeschürft. Nachdem sie verarztet worden war, ging es weiter. Doch Celina war heute das Opfer. Im ersten Waldstück rutschte sie auf einer Nacktschnecke aus, fiel hin und machte sich ihre ganze Hose dreckig. Sie lachte und fluchte gleichzeitig.
Nick navigierte uns bis nach Klein Wesenberg, wo wir eine lange Pause machten. Alle waren schon ziemlich kaputt, aber wir mussten noch weiter nach Reinfeld. Außerdem hatten wir total Hunger, weil wir zu wenig Brot dabei hatten. In der evangelischen Kirche in Reinfeld durften wir übrigens nur ausnahmsweise übernachten. Es stellte sich heraus, dass die Kirche dort gar keine Pilgerunterkunft mehr war. Wir waren alle erstmal fertig, weil wir dachten, wir müssten noch weiter laufen. Aber Pastor Berger drückte ein Auge zu. Wir durften im Jugendraum auf Turnmatten schlafen. Duschen konnten wir nicht.
Abends machten wir im Garten des Pastors ein Lagerfeuer und haben Stockbrot und Marshmallows gegessen. Das war super. Nick spekulierte bereits über das Kloster, zu dem wir morgen wandern werden: "Ob man dort die Wäsche auf altmodische Art und Weise wäscht? Celina wäscht dann meine."

Gedankenprotokoll von Celina und Nick

 

Von Reinfeld nach Nütschau

Am nächsten Morgen beim Frühstück stellen wir schnell fest, dass schon wieder zu wenig Brot da war. Joshua, unser Kassenwart musste nochmal los zum Bäcker. Bevor wir losgingen gab Deniz, unser Kommunikationschef, dem Pastor eine symbolische Spende für die Übernachtung. Diesmal ging es für uns die meiste Zeit über Wiesen und durch Wälder. Ohne den GPS-Tracker hätten wir diesmal ziemliche Probleme gehabt, weil der Weg schlecht markiert war. Es war eine schöne Strecke, doch wir merkten unsere Füße noch vom Vortag. Außerdem fing es in Bad Oldesloe an zu regnen. Die Stimmung war am Boden. Wir alle waren nach den ersten 10 Kilometern schon richtig im A..... Wir brauchten zwar nur noch eine Stunde zu laufen, um zum Kloster Nütschau zu gelangen, aber mit dem Rucksack auf dem Rücken, kommt es einen viel länger vor. Und auch unsere Einkäufe mussten wir schon mitschleppen. Selbst die schnellen Jungs, die meistens ganz vorne liefen, fielen auf den letzten Metern zurück.

Vor dem Kloster waren wir alle mega überrascht. Wir hatten uns das alles ganz anders vorgestellt, so wie im Mittelalter halt. Aber eigentlich ist hier alles total modern. Als wir vom FSJler ins Jugendhaus geführt wurden, waren alle Anstrengungen vergessen: Jeder kann hier in einem eigenen Bett schlafen. Es gibt eine riesige Küche, Spiele und einen Tischkicker. Und das wichtigste: DUSCHEN!
Deniz, Vivi, Celina und Justin kochten uns abends leckere Spaghetti mit Tomatensoße. Endlich kein roher Teig und genug, damit alle richtig satt wurden.

Um 20 Uhr kam Bruder Lukas und erzählte uns vom Klosterleben und wie er ins Kloster gekommen ist. Wir alle waren richtig geschockt. Er benutzte Wörter wie cool, chillen und relaxen. Wir stellten ihm 1000 Fragen. Um 21 Uhr gingen wir mit ihm zum Komplet dem katholischen Abendgebet in der Kapelle. Die Benediktinermönche singen ihr Gebet. Das war irgendwie witzig.
Obwohl wir morgen ausschlafen können, weil wir hier einen Tag länger bleiben, schliefen wir alle früh ein.

Gedankenprotokoll von Deniz

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