Das letzte Puzzleteil

Landesschulbehörde erteilt die ersehnte Genehmigung der Oberstufe fürdie IGS Oyten
Oyten. Oytens Bürgermeister Manfred Cordes erhält jeden Tag als Gemeindeoberhaupt so einige E-Mails. Doch die, die er Donnerstagnachmittag erhielt, „war die schönste in den vergangenen Jahren“, wie er selbst sagt. Denn nachdem die Gemeinde Ende 2015 den Antrag auf Errichtung einer Oberstufe an der IGS Oyten gestellt hatte, hat die Landesschulbehörde nun endlich die Genehmigung erteilt. Damit steht fest, dass – wie anvisiert – zum Schuljahr 2018/2019 der erste Jahrgang in die Oberstufe wechseln kann. Im Sommer 2021 werden Schüler dann erstmals in der Oytener Schule ihre Abiturprüfungen ablegen.

Bis zu dieser freudigen Nachricht war es für alle Beteiligten ein weiter Weg. Im Winter 2009 hatte es den Antrag der SPD-Fraktion auf Errichtung einer Integrierten Gesamtschule in Oyten gegeben. Doch es gab zunächst einige Skeptiker – bis zum April 2010. „Dann fand eine denkwürdige Informationsveranstaltung statt, bei der es der Redner Prof. Dr. von Saldern geschafft hat, ganz Oyten für die IGS gefangen zu nehmen“, erinnert sich Cordes an einen Meilenstein zurück.

Nach vielen weiteren Informationsveranstaltungen, Vorgesprächen, politischen Beschlüssen und der Genehmigung konnte am 1. August 2012 der erste Jahrgang an der neuen IGS eingeschult werden. Dass es gleich genügend Anmeldungen für sechs Klassen gab, bezeichnet Cordes als „Bombenerfolg“ und als Indiz dafür, wie hoch die Akzeptanz für die Schulform ist, die er auch persönlich sehr schätzt.

Und erfolgreich ging das Projekt IGS in Oyten auch in der Folge weiter. Für den Bau eines Jahrgangshauses und die Küchenerweiterung nahm die Gemeinde viel Geld in die Hand und schaffte so bereits vor der jetzigen Oberstufen-Genehmigung zusätzliche räumliche Kapazitäten, die perfekt an das Unterrichtskonzept der Schule angepasst sind. Ganz entscheidend für die positive Entscheidung der Landesschulbehörde war aber das Ergebnis der Befragung, um den Nachweis der erforderlichen Schülerzahlen für die nächsten zehn Jahre zu erbringen. Dafür wurden Fragebogen an der IGS Oyten und den Schulen der Sekundarstufe I in Achim, Ottersberg und Thedinghausen verteilt. Es zeigte, dass die Mindestzahl von 54 Oberstufenschülern pro Jahrgang deutlich erfüllt werden kann.

„Jetzt liegt der Ball bei der Schule“, macht Cordes deutlich. Auch bei der Schulleitung war die Freude nach der Genehmigungsbestätigung natürlich groß – wobei eine wichtige Person nicht vor Ort mit den Kollegen feiern konnte. Schulleiter Reinhard Ries befand sich ausgerechnet am Donnerstag und Freitag auf einer Tagung. Claudia Seidler von der Schulleitung bedankte sich im Rahmen einer kleinen Feierstunde daher stellvertretend für Ries bei allen Beteiligten, die „über all die Jahre soviel Herzblut“ in die IGS gesteckt haben.

Nun wird es darum gehen, schulintern ein Konzept zu erarbeiten. Dieses soll laut Gemeinde „die Grundgedanken der IGS Oyten weiterentwickeln, damit das Schulsystem durchgängig bis zum Abitur führt“. Doch man sei sich sicher, dass dies auch gelingen wird. Die Schulleitung wird so bald wie möglich damit beginnen. „Wir stehen in den Startlöchern und freuen uns, die Oberstufe nun aufbauen zu können“, sagt Seidler.

Quelle: Achimer Kurier

Text: Marius Merle - Bild: Focke Strangmann

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